Sternfahrt Pirat
Sternfahrt Pirat

Sternfahrt Pirat

Vier Vereinsmitglieder (Fahrwartin Sandra Sollberger, Bootswart Bernhard Heinemann, Obfrau-Stellvertreter Daniel Kortschak und Thomas Hoffelner) sind am 25. Juni 2022 der freundlichen Einladung des RV Nibelungen Klosterneuburg gefolgt, gemeinsam an der Sternfahrt des WRC Pirat vor den Toren Wiens teilzunehmen. Treffpunkt war bereits um 6.00 Uhr am Bootshaus in Linz. Bernhard und Thomas wollten mit dem Rennrad Richtung Klosterneuburg starten, Sandra und Daniel mit dem Auto. Der strömende Regen ließ uns nur kurz an unserem Vorhaben zweifeln, dann ging’s auch schon los.

Während der Autofahrt kam zunächst Hoffnung auf gutes Ruderwetter auf, zwischendurch war es tatsächlich trocken. Doch schon bald tauchten wir in die nächste Regenfront ein, und dann kam ein Anruf aus Klosterneuburg: Die geplante Startzeit 9.00 Uhr ist nicht zu halten, es schüttet wie aus Kübeln. Also erst einmal ein herzhaftes zweites Frühstück in Korneuburg – eine Stärkung, die sich noch als sehr wertvoll erweisen sollte. Bei der Überfahrt mit der altmodischen Rollfähre von Korneuburg nach Klosterneuburg hatten wir dann eine erste Gelegenheit, uns von der beeindruckend hohen Fließgeschwindigkeit der Donau in diesem Bereich zu überzeugen. Aber werden wir heute überhaupt aufs Wasser können? Im Moment sah es nicht danach aus.

Ziemlich durchnässt erreichten wir nach einem kurzen Fußmarsch das schöne hölzerne Bootshaus des RV Nibelungen in der Rollfährensidlung Klosterneuburg, wo wir sehr freundlich empfangen wurden. Ein neuerlicher Check verschiedener Wetterapps, kurze Lagebesprechung und dann die Entscheidung: Wir warten noch ein bisschen und fahren dann aus. Der Regen sollte aufhören. Und tatsächlich waren die letzten Tropfen gefallen, sobald wir die beiden Boote zu Wasser gelassen hatten. Auch andere Ruderer waren schon auf der Donau unterwegs und grüßten mit einem freundlichen „Ahoi!“. Nicht nur an den für uns Linzer ungewohnten Ruderergruß mussten wir uns erst gewöhnen: Auch ein Doppelvierer mit Steuermann ist für uns etwas Besonderes, und Holzskulls haben wir auch nicht jeden Tag in der Hand.

Nach den ersten Kilometern kamen wir gut in Fahrt und mit ordentlich Rückenwind ging’s flott stromab Richtung Wien. Dabei ergaben sich schöne Aussichten auf das Kahlenbergerdorf, den Leopoldsberg und die weiter wachsende Skyline der Donaustadt. Nach gut 20 Kilometern war mit dem Kraftwerk Freudenau unser Tagesziel erreicht. Nach der flotten Wende ging’s noch kurz stromaufwärts, und dann war es höchste Zeit für eine kurze Pause an Land: die Beine vertreten und schnell etwas essen. Schon nach wenigen Minuten hieß es aber: „Zurück in die Boote! Abfahrt!“. Durch den wetterbedingt stark verspäteten Start hatten wir viel Zeit verloren, und wir wollten pünktlich zum Meldeschluss am Strombootshaus der Piraten sein. Schon nach den ersten paar Hundert Metern zurück auf dem Wasser war uns klar: Das wird knapp! Verdammt knapp! Denn der starke Gegenwind und heftige Wellen verlangten uns einiges ab. Die paar Takte Musik, die vom Donauinselfest herüberklangen, waren uns da ein willkommener Antreiber. Nach der Donaustadtbrücke legte sich der Wind ein wenig und das Wasser wurde ruhiger, an der Wiener Pforte blies er uns Ruderern dann wieder mit voller Kraft in den Rücken und dem Steuermann ins Gesicht. 

Trotzdem war das Piraten-Bootshaus im Tuttendörfl am Ende pünktlich erreicht: Um exakt 15.59 Uhr konnten wir erfolgreich unsere Meldung abgeben. Dann schnell hinüber ans andere Ufer zum Nibelungen-Bootshaus, die Boote versorgen und wieder zurück mit der Fähre zu den Piraten. Auf der wunderschönen Terrasse mit herrlichem Donaublick klang der Abend dann sehr gemütlich aus: freudiges Wiedersehen und neues Kennenlernen mit Ruderfreuden von anderen Vereinen, Austausch über Erfahrungen und Erlebnisse sowie Planung gemeinsamer Aktivitäten. Das alles bei inzwischen fast strahlendem Sonnenschein.

Wir bedanken uns ganz herzlich beim RV Nibelungen Klosterneuburg, vor allem bei Obmann Stefan Rozporka für die freundliche Einladung und bei Schriftführer Hannes Schlechtner für die Organisation der Ausfahrt sowie bei allen, die mit uns gemeinsam gerudert sind. Ein großes Danke geht außerdem an den WRC Pirat für die gelungene Sternfahrt und das gemütliche Beisammensein danach. Bis bald! Hoffentlich dürfen wir euch alle bei der Fetzenfahrt am 27. August in Linz begrüßen.

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