Abrudern 2022
Abrudern 2022

Abrudern 2022

Erst dichter Nebel, dann Sonne und spiegelglattes Wasser: So hat uns die Donau am Sonntag, dem 16. Oktober zum traditionellen Abrudern begrüßt. Fünf Wagemutige ließen sich von den dicken Nebelschwaden nicht abhalten und starteten schon um kurz nach acht Uhr stromabwärts Richtung Traunmündung. Sah es zunächst so aus, als würde sich der Nebel bald lichten, wurde die Sicht leider immer schlechter. So fiel bei der Steyregger Brücke der Entschluss: Wir kehren um. Zu dichter Nebel, zu viel Treibholz im Wasser, zu groß die Gefahr, ein Schiff oder ein Hindernis zu spät zu sehen. In flottem Tempo ging’s zurück stromauf. Nach einem kurzen Ausflug in den Winterhafen, wo wir die gerade ausfahrenden Freunde des LRV Ister begrüßen konnten, und einer kleinen Runde durch Linz (jeder Kilometer zählt!) waren wir wie verabredet kurz vor 11 Uhr wieder an unserem Bootshaus.

Nach der Begrüßung der übrigen Abruderer und der Bootseinteilung ging es weiter Richtung Ottensheim. Zur Früh-Mannschaft im Fünfer gesellte sich ein weiterer Fünfer, ein Dreier und unser Flaggschiff, der stattliche Siebener. Pünktlich zur Abfahrt hatte auch die Sonne den Kampf gegen den Nebel gewonnen und Ottensheim erreichten wir bei strahlendem Herbstwetter. Die beiden Fünfer-Besatzungen konnten der Versuchung nicht widerstehen und drehten noch eine schnelle Extra-Runde auf dem spiegelglatten Wasser der Regattastrecke. Dann war es schon höchste Zeit für eine Stärkung auf der Terrasse des Regatta-Restaurants. Nach einem Imbiss und dem einen oder anderen erfrischenden Getränk hieß es: Auf zurück nach Linz – auch wenn der Aufbruch angesichts der wärmenden Herbstsonne nicht leicht fiel.

Auf der Rückfahrt packte die Besatzung des zweiten Fünfers dann der Ehrgeiz: Als letzte gestartet, konnte sie den Siebener bald überholen. Nach der Nibelungenbrücke war dann auch der andere Fünfer eingeholt. Und kurz darauf war das Rennen endgültig entschieden: Die schnittige „Moby Dyk“ überholt die solide „Christiana“ – deren Mannschaft hatte lange versucht dagegen zu halten, am Ende ohne Erfolg. 20 Kilometer mehr in Armen und Beinen und das schwerere Boot: keine Chance. Immerhin haben wir den Gästen auf dem Salonschiff Fräulein Florentine und den zahlreichen Spaziergängern am Donauufer ordentlich Action geboten. Die „Moby“ zog davon, die „Christiana“-Besatzung ließ sich ein bisschen treiben und genoss die wärmenden Sonnenstrahlen und die Aussicht auf die herbstlich bunt gefärbten Donauufer. Während der Siebener direkt anlegte, drehten die beiden Fünfer noch eine kleine Ehrenrunde. So war dann auch für die „Christiana“ das gesteckte Tagesziel erreicht: 50 Kilometer! Die paar Extra-Schleifen hatten sich gelohnt und den dem Nebel zum Opfer gefallenen Ausflug in die Traun wettgemacht. Und die „Moby Dyck“ machte die 30 Kilometer voll. So schwer es bei diesem Prachtwetter und dem traumhaft ruhigem Wasser auch fiel, hieß es dann auch für die letzten zehn Abruderer: aussteigen und Boot putzen. Seinen gemütlichen Ausklang fand das Abrudern 2022 in der Laube vor dem Boostshaus bei jeder Menge selbst gebackenem Kuchen und der traditionellen Pizza. Vielen Dank an alle Teilnehmer:innen. Wir sehen uns beim Wintertraining auf dem Ergo. Und natürlich zu Silvester auf dem Wasser!

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